Das Bayerische Umweltministerium lädt jetzt Kommunen bis 10.000 Einwohner ein, die besten Ideen für eine "Daseinsvorsorge in Grün" einzureichen. Vertragsnaturschutz
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Vertragsnaturschutz

Zielführendes Miteinander für unsere Natur

Mit dem Vertragsnaturschutzprogramm honorieren wir Landbewirtschafter und Waldbesitzer, für deren naturschonende Bewirtschaftung. Für den Erhalt, die Entwicklung und Verbesserung ökologisch hochwertiger und seltener Lebensräume in bayerischen Kulturlandschaften arbeiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eng mit Grundeigentümern und -bewirtschaftern zusammen.

Das attraktive Vertragsnaturschutzprogramm zahlt sich für Grundeigentümer und -bewirtschafter, die auf freiwilliger Basis ihre Flächen nach den Zielen des Naturschutzes bewirtschaften, im wahrsten Sinne des Wortes aus: Sie erhalten ein angemessenes Entgelt für den zusätzlichen Aufwand und den entgangenen Ertrag. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen ein für die Natur- und Artenvielfalt unserer Heimat und sind daher die fachkompetenten Ansprechpartner für interessierte Landbesitzer und -bewirtschafter. Sie beraten und unterstützen bei der Antragstellung und der Umsetzung von Maßnahmen. Sie verstehen es auf Menschen zuzugehen und helfen dabei, immer mehr Flächen ins Vertragsnaturschutzprogramm aufzunehmen, denn: Naturschutz lohnt sich. Für beide Seiten.  

Jetzt über Förderung informieren

Unsere Naturtalente an den unteren Naturschutzbehörden sowie die Mitarbeitenden der Bayerischen Forstverwaltung beraten Sie zur Antragstellung beim Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten.

Vertragsnaturschutzprogramm - Imagevideo auf Youtubvideo
Das Foto zeigt Naturtalent Maria Keitel beim Fotografieren eines Baumpilzes

Unsere Naturtalente

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen Ökologie und Ökonomie zusammen. Indem sie gemeinsam mit Landbewirtschaftern prüfen, welche Maßnahmen für deren Flächen geeignet sind, und Lösungen suchen, von der sowohl die Bewirtschafter wie die Natur bestmöglich profitieren. Erfahren Sie mehr über unsere Naturtalente im Vertragsnaturschutz und deren Tätigkeiten.

Zum Portrait von Stefanie Schwarz
Stefanie Schwarz

Choreografin

Stefanie Schwarz sorgt im VNP für einen fließenden, harmonischen Ablauf, indem sie Landbewirtschafter zu den Fördermöglichkeiten auf ihren Flächen berät und die Unterlagen für die Antragstellung vorbereitet.

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Zum Portrait von Maria Keitel
Maria Keitel

Altenpflegerin

Maria Keitel stellt in Zusammenarbeit mit Waldbesitzern und -bewirtschaftern im Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) Wald jahrhundertealte artenreiche Strukturen wieder her.

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Zum Portrait von Manuela Kern
Manuela Kern

Fluglotsin

Manuela Kern setzt sich dafür ein, dass Wiesen samt ihrer biologischen Vielfalt erhalten bleiben – und kümmert sich darum, dass auch in Zukunft seltene Arten über bunte Blütenteppiche fliegen.

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Unsere Partner

Die Natur in Bayern wird wesentlich von Menschen geprägt und gestaltet. Deswegen arbeiten wir traditionell eng mit der Land- und Forstwirtschaft zusammen. Diese wertvollen Kooperationen ermöglichen einen zielgerichteten Naturschutz in der Fläche und vereinbaren die Bedürfnisse der Natur mit denen der Landnutzer. Ein weiterer wichtiger Partner beim Vertragsnaturschutzprogramm: Die EU, die das Programm mitfinanziert.

Ralf Fleischmann
Wanderschäfer aus Roth

  • „Wir als Schäfer bewirtschaften die Flächen ohne maschinelle Hilfe, rein mit der Wanderschafhaltung. Dafür erhalten wir durch das Vertragsnaturschutzprogramm wichtige Unterstützung. Wir stehen sowohl mit der Verwaltung als auch mit dem Landschaftspflegeverband, der die Flächen betreut, in regelmäßigem Kontakt, wenn es um Pflegemaßnahmen geht. Die Zusammenarbeit läuft sehr gut.“

Hans Hofmeister
Landwirt im Haarmoos

  • „Ich möchte das Haarmoos mindestens so erhalten, wie es jetzt noch ist. Heute haben wir andere Möglichkeiten als früher: Wir haben gute landwirtschaftliche Maschinen und natürlich noch die Handarbeit. Auch wenn wir mal hier und da nicht einer Meinung sind: Von der Verwaltung kommen immer neue und interessante Vorschläge und wir finden immer eine gute Lösung.“

Andreas Niedling
Geschäftsführer Landschaftspflegeverband Forchheim e.V.

  • Andreas Niedling - Imagevideo von Andreas Niedling - Youtubvideo

Vertragsnaturschutzprogramm

Unsere Kulturlandschaften in Bayern beherbergen eine Vielzahl wertvoller Lebensräume für unterschiedliche Arten. Naturschonende Maßnahmen helfen, diese Vielfalt zu erhalten. Maßnahmen im Offenland (Äcker, Wiesen, Weiden und Teiche) werden über das Vertragsnaturschutzprogramm Offenland (VNP Offenland) gefördert, Maßnahmen im Privat- und Körperschaftswald über das Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald). Seit Jahrzehnten ist das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm Offenland, kurz „VNP“, DAS Markenzeichen des kooperativen Naturschutzes in Bayern!

Unsere Streuobstwiesen

Der Streuobstanbau ist eine über Jahrhunderte entstandene Form des Obstanbaus. Er hat eine wesentliche Bedeutung für die bayerische Kulturlandschaft wie für die Biodiversität. Mit dem Streuobstpakt wurde 2021 der Erhalt und die Mehrung bayerische Streuobstbestände beschlossen: Bis 2035 sollen so zusätzlich 1 Mio. Bäume gepflanzt und bestehende Streuobstwiesen erhalten werden. Im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogramms können unter bestimmten Voraussetzungen neu gepflanzte und bereits bestehende Streuobstbäume gefördert werden.

Unsere Artenvielfalt

Durch die landwirtschaftliche Nutzung von Äckern, Wiesen, Weiden und Teichen haben viele Generationen von Landwirten das Bild der Kulturlandschaften Bayerns geprägt. Viele heimische Arten sind an diese Nutzung angepasst – oder sogar darauf angewiesen. Zu diesen Arten zählen beispielsweise Ackerwildkräuter wie die Kornblumen oder die Kornrade, eine Vielzahl unterschiedlicher Insekten, aber auch Wiesenbrüter wie der vom Aussterben bedrohte große Brachvogel oder der stark gefährdete Kiebitz.

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Unsere Wälder

Mit über 2,5 Millionen Hektar ist Bayern das Bundesland mit der größten Waldfläche. Mehr als die Hälfte der heimischen Tier- und Pflanzenarten besiedeln diesen Lebensraum. Insbesondere Totholz aber auch alte Bäume mit vielfältigen Strukturen haben hier eine Schlüsselrolle. In alten und toten Bäumen in Laub- und Mischwäldern legen beispielsweise unterschiedliche Specht-Arten ihre Bruthöhlen an, die von unterschiedlichen Tierarten weitergenutzt werden. Andere Waldtypen wie Nieder- und Mittelwälder sind menschengemacht. Bei dieser Bewirtschaftungsform wird jedes Jahr nur eine Teilfläche der Wälder genutzt. Dadurch entsteht ein sehr lichter und offener Wald, der zahlreiche, teilweise gefährdete Tier- und Pflanzenarten beherbergt.

 Beide Waldtypen haben gemeinsam, dass sie wirtschaftlich weniger rentabel sind als intensiv genutzte Forsten. Durch das Vertragsnaturschutzprogramm Wald können Waldbesitzer von ihren Flächen profitieren – und dabei einen wertvollen Beitrag für den Naturschutz und die Artenvielfalt leisten.

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Machen Sie mit!

Beim Vertragsnaturschutzprogramm verpflichten sich Landnutzer, ihre Flächen nach den Vorgaben des Naturschutzes zu bewirtschaften – und erhalten je nach Maßnahmen eine faire Honorierung eine Prämie. Dabei können Grundleistungen flexibel mit Zusatzleistungen kombiniert werden. Antragsberechtigt sind Landwirte oder Zusammenschlüsse von Landwirten und Landbewirtschafter sowie Landschafts- und Natur-Pflegeverbände Private und körperschaftliche Waldbesitzer können für eine naturverträgliche Bewirtschaftung ihrer Waldflächen ebenfalls Fördergelder beantragen. Für nähere Auskünfte und fachliche Beratung stehen die unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter sowie kreisfreien Städte zur Verfügung. Weiterführende Informationen auch unter Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) (bayern.de).

Weitere Fördermöglichkeiten

Über den Vertragsnaturschutz hinaus gibt es vielfältige Fördermöglichkeiten. Erfahren Sie mehr!